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Der Kunstrasen kommt

Bürgerantrag des Vereins Rot-Weß Lessenich passiert einstimmig den Sportausschuss

 

Kunstrasen kommt


Sportplatz Lessenich: Dr. Marco Jost (links) und Andreas Schmich freuen sich, daß sie bald den Ascheplatz nicht mehr wässern müssen

Von Rolf Kleinfeld


LESSENICH.      Großer Jubel in Lessenich: Der Verein hat in seinem Bemühen, einen Kunst-rasenplatz zu bekommen, den Durchbruch erzielt. Einen ent- sprechenden Bürgerantrag des Vereins genehmigte der Sportaus- schuss am Mittwochabend ein- stimmig. Damit ist die Marschroute klar: Die Politik gibt grünes Licht für das Projekt, und zwar über alle Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg. Allerdings hat der Stadt- rat das letzte Wort und wird am 19.09. über die Empfehlung des Sportausschusses abstimmen.
Mit so einem klaren Ergebniss hätte ich auch nicht gerechnet”, sagte Vorsitzender Dr. Marco Jost gestern dem GA. Am Abend vorher hatte er das Konzept im Ausschuss vorgestellt, das in Eigenregie und mit Hilfe eines Kredits umgesetzt werden soll.
Unsere Fußball-Mitglieder sind außerdem bereit, dafür eine Er-höhung der Beiträge um 30 € pro Jahr in Kauf zu nehmen.”, sagte Jost. Und seit September seien 16.000 € an Spenden ge- sammelt worden.
Dem Angebot, den Kunstrasen

praktisch alleine vom Verein finan- zieren zu lassen, konnte die Politik da nicht widerstehen. Eigentlich wäre der Verein laut aktueller Prioritätenliste nicht vor 2015 dran gewesen.
Für die Stadt bleibt ein Kosten-beitrag von 19.000 € der als Pflegekostenzuschuss jährlich an den Verein gezahlt werden soll. Im Gegenzug entfällt die Verant- wortlichkeit des Sportamtes für den neuen Platz, weil der Verein die Pflege auf eigene Kosten und mit eigenem Personal übernimmt. Dafür will der Verein ein kostenloses Nutzungsrecht.


Jetzt können wir mit
der Umsetzung
peu á peu beginnen.

Vorsitzender Dr. Marco Jost

Jost kam bei der Entscheidung pro Kunstrasenplatz wohl auch zu- gute, daß er nicht nachkartete, als die Stadt in die vorgesehenen Clubheim-Räume an der Platzan- lage kurzerhand eine Flüchtlings-familie einquartiert hatte. Statt sich darüber zu beschweren inte-

grierte der RWL die Familie in den Verein und animierte sie, ihren Nachwuchs im Club anzumelden. „Diese Integration war uns sehr wichtig.”, so Jost.
Wie geht es jetzt weiter? Mit dem positiven Beschluss im Rücken sieht sich der Verein in einer guten Position und will jetzt mit der Sportverwaltung in die Detail- planung einsteigen.
Ich gehe davon aus, daß man dann mit der Umsetzung peu á peu beginnen kann.”, so Jost. Unterstützung kommt vom Sport- amtsleiter Martin Herkt, der den Beschluss der Politik begrüßte: „„Ich finde es gut, das so zu machen“”, sagte er.
Unabhängig davon gibt es trotz- dem Ärger. Denn Schwarz-Grün lehnte die Fortschreibung der Prioritätenliste zur Sanierung der Sportplätze ab. „Wir wollten zuerst ein Konzept mit neuen, überarbeiteten Kriterien haben”, so Grünen-Ratsherr Rolf Beu. „Statt dessen haben wir eine neue Rankingliste im Hauruck- verfahren erhalten.” Auf dieser stehen die Plätze in Lessenich, Beuel-Mitte, Graurheindorf, am Wesselheideweg (Hardtberg) und in Mehlem ganz oben.

 

Quelle: General-Anzeiger, 18.07.2013

 

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